04.02.2012

Mahlzeit!


Multimediale Fortbildung für angehende Erzieherinnen vom Carl-Severing-Berufskolleg

48 angehende Erzieherinnen vom Carl-Severing-Berufskolleg haben vom 26. bis 30.3.2007 ein multimediales Magazin unter dem Motto "Mahlzeit" produziert. Entstanden sind in der Multimediaschulung eine Internetseite, eine Radiosendung für den Bürgerfunk und mehrere Fernsehbeiträge.
Am Ende des Projektes wurde eine gemeinsame Fernsehsendung von den Teilnehmerinnen selbst gestaltet und aufgezeichnet.

Hier ein kleiner Bericht für diejenigen, welche das Endergebnis nicht sehen konnten...

Learning by doing

 

Zum Alltag einer Erzieherin zählen nicht nur die Beaufsichtigung und Beschäftigung mit den Kindern, sondern auch jede Menge Organisation. Ohne Computer wächst einem das schon mal schnell über den Kopf, und auch privat ist der Computer kaum noch wegzudenken. Besonders im Leben von Kindern und Jugendlichen bilden neue Medien einen Teil ihrer Identität. Was natürlich für Erwachsene eine Herausforderung ist, sich mit diesen neumodischen Dingen vertraut zu machen, wobei die Postkutsche doch so viel verlässlicher ist.


Mit dem galoppierenden Gedanken an den demographischen Wandel im Hinterkopf machten sich zum fünften Mal in Folge ca. 50 angehende Erzieherinnen des Carl-Severing-Berufskollegs daran, verschiedene neuen Medien ins Zentrum ihrer Projekte zu stellen.

Es gab jede Menge vielfältiger, unterhaltsamer Beiträge, die jeweils in kleinen Gruppen von den angehenden Erzieherinnen des Carl-Severing-Berufskollegs entwickelt wurden. Im Mittelpunkt stand die wohl zweitschönste Sache der Welt - nicht, was Sie jetzt vielleicht meinen (natürlich Fußball; was dachten Sie denn?) Es ging um das Thema „Mahlzeit“. Selbst wenn man in erster Linie an jede Menge Essen denkt, so lag den Erzieherinnen besonders der pädagogische Aspekt am Herzen, wie sich mal mehr, mal weniger zeigte.

Den beiden Erzieherinnen Vanessa und Anita kam die prestigeträchtige Aufgabe zu, die sehr unterschiedlichen Beiträge zu moderieren und untereinander zu verbinden. Es gab vor jedem Film kleine Tricksequenzen, die mit wild wackelnden Figuren in knapp fünf Sekunden vereinfacht mögliche Endresultate übermäßigen Konsums von Süßigkeiten und Fastfood oder den Zusammenhang von Ernährung und Gesundheit illustrieren sollten.


Und wie es in einer Kooperation mit Kanal 21 nicht anders sein konnte, machten die in Kleingruppen erarbeiteten Filme den größten Teil der Beiträge aus. Dazu kamen noch ergänzend ein von den Teilnehmerinnen erstelltes Internetprojekt und eine Hörfunksendung.
 

So gab es zu Anfang der Veranstaltung auch den umfangreichsten Fernsehbeitrag, in welchem zwei Handpuppen à la Max und Moritz die Hauptrolle spielten. Eine sehr gute Idee, da sich Leute auf der Straße besser ansprechen lassen, man selber weniger Hemmungen und mehr Spaß hat. Leider wurde eine Definition des Begriffes „Mahlzeit“ dadurch nicht einfacher. Befragte Passanten antworteten erfrischend mit Sachen wie z. B. „ein Hungergefühl“, „das ist ein herkömmlicher Gruß“ oder „damit ist eine bestimmte Essenzeit gemeint“. Auf den gleichen Begriff hin ausgehorcht, erwiderten die Kinder einer Queller KITA in ernster Dingsda-Manier: „Das ist sich gut schmecken lassen“, „Messer und Gabel“, „Dann muss man Zähne putzen, Haare kämmen, die Jacke anziehen“. Oder als klassische Antworten: „Pommes, Pizza, Eis“ oder „und dann auch Äpfel, Bohnen, Möhren...“


Passend zum Gemüse ging es im Film der Videogruppe Zwei weiter, wo sich die Erzieherinnen auf den Schulbauernhof Ummeln begeben hatten. Dort werden Kinder in das Geschehen auf dem Hof eingebunden, was nicht nur würzige Landluft bedeutet, sondern auch die Versorgung der hofeigenen Tiere, der Anbau und die Zubereitung von frischem Obst und Gemüse für das eigene Essen.

Bei anderen Gruppen lag der Schwerpunkt auf Spezialitäten unterschiedlichster Kulturen z. B. in der japanischen (höre ich Sushi?!) oder karibischen Küche. Oder in dem Radiobeitrag (für die etwas Mutigeren) drehte es sich um für uns ungewohnte Leckereien wie Insekten, Innereien, Froschschenkel usw. - andere Länder, andere Sitten.
 
So vielfältig die Beiträge waren, so ging doch es immer um die gleichen Anliegen: die Bedeutung (gesunder) Ernährung, sowie Kinder und Jugendliche und deren Mediengewohnheiten zu verstehen. Und zwei Sachen standen am Ende des Projektes fest: „Mahlzeit“ bedeutet für jeden etwas anderes und die Teilnehmerinnen mit Frau Kruse als Koordinatorin des Projekts waren zuversichtlich, dass es im nächsten Jahr zu einer sechsten Zusammenarbeit des Carl-Severing-Berufskollegs und des Kanal 21 kommen würde.


Die entstandene Interaktive Fotostory findet man hier -->

Einen kleinen Teil der einstündigen Radiosendung kann man sich hier anhören -->

 

 



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